Mietnomaden – Ruin für Vermieter

Mietnomaden, sind Menschen die eine Immobilie nach der nächsten anmieten, ohne einen Cent Miete zu bezahlen. Sie nutzen Gesetze und Lücken im Mietvertrag sehr geschickt aus. Das hat für Vermieter weitreichende finanzielle Folgen. Denn die Kreditverträge müssen nun aus dem Einkommen,nicht aus den Mieteinnahmen bedient werden. Hinzu kommen noch hohe Kosten für Anwälte und Gerichtsvollzieher. Da Mietnomaden in der Regel die Immobilie auch noch “herunterwohnen” und zerstören kommen noch erhebliche Renovierungskosten auf den Eigentümer zu. Ohne Renovierung kann die Wohnung nicht weitervermietet werden. Hier schließt sich der Kreis, die finanzielle Falle ist zugeschnappt. Der Vermieter ist in diesem Teufelskreis gefangen, die letzte Konsequenz ist dann die Zwangsversteigerung. Doch der Erlös wird nicht reichen. Die Folge ist ein hoher Schuldenberg. Das Bestellerprinzip hat sehr zur Verschärfung der Situation beigetragen.

Das Bestellerprinzip – gilt nur für die Vermietung

Der 01.05 2015, ein besonderer Tag für die Immobilienwirtschaft. Seit dem gilt das Prinzip “Wer beauftragt,der bezahlt”. Die Folgen für Makler waren weniger Aufträge, schließlich waren es die Vermieter seit Jahrzehnten gewohnt den Makler nicht bezahlen zu müssen. Denn der Mieter musste die Kosten übernehmen. Das führte dazu, dass die Mehrheit der Eigentümer die Vermietung nun selbst übernahmen. Denn weder darf der Makler dem Wohnungssuchenden eine Courtage berechnen noch darf der Vermieter diese an den neuen Mieter weiterleiten. Es gibt nur eine Ausnahme, die in der Praxis eigentlich nicht vorkommt. Denn nur wenn der Makler ausschließlich für den Suchenden tätig ist, darf er eine Rechnung stellen. Das heisst der Makler darf keine Immobilie anbieten, die er bereits im Bestand hat. Er muss wirklich auf die Suche gehen. Nun kann man über Sinn und Unsinn des Bestellerprinzip debattieren, aber auf jeden Fall hat es den Markt nachhaltig verändert.

Die Folgen- ein Eldorado für Mietnomaden

Eigentümer waren nicht bereit den Makler zu bezahlen. Sie nahmen von nun an die Vermietung selber in die Hand. Sicherlich haben einige Eigentümer den Aufwand einer Vermietung unterschätz, aber Fakt ist, die meisten Vermietungen finden ohne Makler statt. Mietnomaden nutzten das in der Vergangenheit für sich aus. Denn durch das neue Gesetz trafen die Profis auf hoffunglos überforderte, teiweise unbedarfte Eigentümer. Die die Tricks der Mietnomaden nicht kannten und sich dadurch auch nicht schützen konnten. Natürlich bleibt auch bei der Vermietung durch einen Makler ein Restrisiko. Aber der Makler kennt in der Regel die Vorgehensweise dieser Klientel und weiß wie er mit ihnen umzugehen hat.Schon alleine die Beauftragung durch einen Makler baut eine gewisse Hemmschwelle auf. Denn wie alle Betrüger, sind auch Mietnomaden auf leichte Opfer aus. Alleine schon die Frage nach dem letzten Mietverhältniss und ob es in Ordnung ist, sich mit dem vorherigen Vermieter in Verbindung zu setzen,lösen in der Regel Fluchtinstinkte aus. Aber dies nur am Rande.

Die Vermietung durch den Eigentümer – Mietnomaden freuen sich

Das Ziel einer Vermietung sollte immer die langfristige und planbare Sicherheit für beide Parteien sein. Der Vermieter bekommt seine Miete und der Mieter ein Dach über den Kopf. Aber neben dem hohen Aufwand für die Selbstvermietung kommen auf den Eigentümer noch zwei wesentliche Risiken hinzu, langer Leerstand und das Opfer eines Mietnomaden zu werden. Wobei letztere ein wesentlich höheres finanzielles Risiko darstellen. Denn Sie zahlen keine Miete und zerstören in der Regel auch noch das Eigentum. Hinzu kommen Anwalts-und Gerichtskosten. Diese können sich auf  bis ca. drei Jahresmieten summieren. Aber wie können Sie Mietnomaden enttarnen ? Lassen Sie sich durch einwandfreies Auftreten nicht blenden, ohne Kaution kein Schlüssel, fordern Sie die erste Miete sofort. Schließlich ist diese ja sowieso im Vorraus fällig. Verlangen Sie eine Bescheinigung vom vorherigen Vermieter, dass keine Mietschulden bestehen. Der Eigentümer geht in der Regel nicht strukturiet vor, er hat keine standardisierte Handlungsabläufe und verlässt sich nur auf sein Bauchgefühl. Das kann sein finanzielles Grab bedeuten.

 

Fazit:

In Deutschland gibt es nach Schätzungen ca. 10.000 bis ca. 15.000 Mietnomaden. Die durchschnittliche Schadenhöhe beträgt etwa 25.000 Euro. Bevorzugte Opfer sind private Vermieter ohne Makler. Denn sie sind leichter zu täuschen als ein Profi der tagtäglich mit den unterschiedlichsten Mensch zu tun hat und der emotional nicht an ihrer Immobilie hängt. Für ihn ist eine Vermietung ein ganz normaler Geschäftsvorfall, deshalb wird er ihnen im Zweifelsfall von einen Mieter abraten und lieber Ausschau nach einem neuen Interessenten halten. Bitte verwechseln Sie Mietnomaden nicht mit Menschen, die wegen einer veränderten Lebenssituation nicht mehr in der Lage sind ihre Miete zu bezahlen. In der Regel sind solche Mieter kooperativ und an einer einverhemlichen Lösung interessiert. Sie haben als Eigentümer nur zwei Möglichkeiten ihr Risiko zu vermindern, entweder Sie beauftragen einen Profi, ich bin ihnen gerne behilflich oder Sie werden zu einem. Dann empfehle  ich ihnen das Buch ” Schützen Sie ihr Eigentum.”

 

Folgen Sie mir

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.